Und los nach

Albanien, Dänemark

Kategorie: Tirana

Der letzte Tag – zurück in Tirana

Als wir mit dem Minibus in Tirana ankamen, wussten wir mal wieder nicht, wo wir sind. Komischerweise sind wir nicht am selben „Busbahnhof“ gelandet, an dem wir zu Beginn unserer Reise Tirana verlassen haben. Wir suchten uns ein Taxi und wollten erst mal in die Stadtmitte fahren, da wir kein Hotel gebucht hatten. Wir fragten den Taxifahrer, ob er nicht ein Hotel kenne – Das war der Fall und so landeten wir im Hotel Rex. Wir luden in dem kleinen Hotel nur schnell unsere Sachen ab und machten uns auf den Weg in die Stadt. Dort verbrachten wir nochmal einen schönen sonnigen letzten Tag. Besonders gut gefiel uns der Aufstieg auf das Mausoleum, von dem wir einen tollen Blick auf die Stadt hatten und auf dem uns drei Jungen noch ein bisschen albanisch beibrachten… Ein anderes Highlight war noch das „Octoberfest“ – Eine Passage wurde mit Bierzeltgarnituren, Wimpeln und großen Bier-Bannern geschmückt. Im Angebot gab es viele Biersorten und Bratwurst – leider war nachmittags noch nicht so viel los.
Im Vergleich zu den anderen Städten Albaniens begegneten uns hier ungewöhnlich viele junge Menschen und viel mehr Frauen. Insgesamt wirkten die Stadt und die Menschen viel moderner und westlicher orientiert als die besuchten anderen Städte.

Am nächsten Tag traten wir früh morgens die Rückreise an – Wir sind gut in Deutschland angekommen 🙂

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Von Tirana nach Vlora

Nach der ersten Nacht in Tirana sollte es Richtung Süden gehen. Doch eine Fahrt nach Sarandë dauert 9 Stunden. So machten wir zwei Etappen aus der Strecke und fuhren erst einmal nach Vlora.
Unser Reiseführer listete eine Reihe Busverbindungen auf und so entschlossen wir uns, den Bus zu nutzen. Wir fragten im Hotel nach der Busstation, denn im Internet fanden wir nichts. Die Rezeptionistin leitete uns an ein Taxi weiter, welches uns für 500 Lek (ca 3,50€ ) direkt zum Bus brachte. Der richtige Bus war schnell gefunden und sollte auch 500 Lek kosten (im Taxi saßen wir ca 15 Minuten, im Bus für den gleichen Preis ca. 3 Stunden). Bevor es los ging, musste Rike wie immer noch schnell auf Toilette – diese bestand einfach nur aus einem unglaublich stinkenden Loch im Boden, obgleich sie sich in einem Restaurant befand. Im Bus konnten wir gar nicht so recht glauben, dass die 3-Stunden-Fahrt so günstig sein sollte. Merlin war also die erste Stunde fest der Überzeugung, in ein anders Vlora zu fahren (unabhängig davon, dass es gar kein zweites Vlora in Albanien gibt…). Ein Blick auf das Handy zeigte dann irgendwann, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Während der Busfahrt stiegen immer wieder Einheimische ein und aus. Weitere Touristen fuhren nicht mit. Dafür wurden wir etappenweise mit gerösteten Maiskolben, kalten Getränken, Chips und Popcorn versorgt, da allerlei Verkäufer kurze Etappen nutzten, um ihre Waren an die Mitfahrer zu verkaufen. Während der Fahrt gab es wieder viel zu sehen: Esel und Ziegen, die am Autobahn-Straßenrand ohne Zaun grasten; ältere Männer, die über Leitplanken kletterten, um ihren Bus auf der anderen Autobahn-Seite zu bekommen; Pferdekutschen, die Heu transportierten…

Der Busbahnhof in TiranaIMG_8823IMG_8825IMG_8821

Nach ca. drei Stunden Busfahrt mit herrlicher 90-er-Jahre-Musik (für jeden Geschmack war was dabei – Versprochen!) kamen wir in Vlora an. Die Stadt wirkte sehr dreckig und trist. Zum Glück hatten wir uns schon ein Hotel (Empfehlung aus dem Reiseführer) ausgeguckt, zu dem wir uns dann von einem Taxi-Fahrer bringen ließen. Es war ein  Strand-Resort, ca. 13 KM entfernt von der Busstation und dem nicht einladendem Zentrum. Der Taxifahrer, der zwischendurch auch nach dem Weg fragen musste, bekam 10 € für die Fahrt. Dort angekommen, checkten wir für die nächsten zwei Tage für insgesamt 80 € mit Frühstück ein. Die Empfehlung war ausgezeichnet. Das Hotel lag unmittelbar am Strand und der Tag war sehr sonnig.

Jetzt war erstmal relaxen, schwimmen und essen angesagt.

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Eckdaten zur Unterkunft:

Name:Paradise Beach Hotel
Adresse: Radhime, SH8, Albanien
Telefon:+355 69 209 5154
Beschreibung:Direkt am Stand gelegen. Tolle Terasse und leckerem Essen. Freies W-Lan. Saubere und gepflegte Zimmer. Im Oktober sehr ruhig, im Sommer ist sicherlich der Bär los.
Buchen:jetzt buchen

Ankunft in Tirana – Albaniens Hauptstadt

Nach der Anreise zum Flughafen Köln/Bonn, die dank technischer Störungen und dem inkompetenten Bahnpersonals außerordentlich nervtötend und anstrengend war (glaube keinen Menschen in blauer Uniform auf dem Bahnsteig!) , ging es mit dem Flieger über Wien nach Tirana. Vor dem Einchecken mussten wir aber noch schnell den charmanten Dackel-Blick üben. Aufgrund der neuen Gepäck-Tarife hatten wir in unserem Flug überhaupt kein Gepäck inklusive – 180 Euro zusammen für unsere stolzen 20 Kilo auf dem Rücken. Dackel-Blick hat zwar nichts genützt, aber hier war das vorherrschende Chaos bei Austrian Airlines unser Freund und Helfer. Wir wurden so durchgewunken, da das Abrechnungssystem genau in diesem Moment nicht funktionierte. Gott sei Dank – sonst wäre schon eine kleine Ebbe in unserer Reisekasse…

Die Landung

Der Blick aus dem Fenster zeigte, dass ein internationaler Flughafen auch sehr klein und übersichtlich sein kann. In Wien sind wir gefühlte 5 und tatsächliche 3 Kilometer von einem Gate zum anderen gehetzt. Im Vergleich zum Tirana Airport wirkt selbst Düsseldorf/ Weeze wie eine überdimensionale Flughafen-Halle. Eine Passagierin hinter uns sagte ganz entzückt zu ihrer Sitznachbarin „Vor ein paar Jahren haben hier auch noch Schafe gestanden, denen man manchmal auf dem Ausrollfeld noch ausweichen musste“. Wirklich entzückend :-)!

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Nachdem wir an der grimmig schauenden Grenzpolizistin vorbei waren (Herzklopfen – Reicht tatsächlich der Perso??), standen wir auch schon dem Empfangskomitee der wartenden Menschen gegenüber. Leider empfing uns keiner mit einem klischeehaften Pappschild „Welcome Rike and Merlin“. Dafür sprach uns aber ein überaus freundlicher Mann an, ob wir nicht ein Taxi bräuchten. Na klar! Das war der Fall, wir waren im Geschäft. Und so fuhren wir in einem Privat-PKW (davor wird ausdrücklich im Reiseführer, den wir während des Flugs noch schnell gelesen haben) gewarnt und erlebten kriegsähnliche Zustände auf den Straßen. Ein Radfahrer kam uns beispielsweise auf der Autobahn in verkehrter Fahrtrichtung entgegegen. Doch der freundlich plaudernde Taxifahrer beherrschte die volle Straße. Sogar dann noch, als er versuchte, unser vorher gebuchtes Hotel in sein altes iPhone einzugeben – er schien nicht zu wissen, wo unser Hotel genau lag. Nach einem Anruf im Hotel, für den er überraschenderweise rechts ran fuhr, ging es hupend weiter. Die Frage, ob wir uns ein Auto leihen wollen, erübrigte sich nach einem Blick in unsere entsetzten und fassungslosen Gesichter. Diese zeigten überdeutlich, dass wir für die albanischen Straßen nicht im geringsten geeignet sind. Der angebliche Taxifahrer dagegen beherrschte die Regel, sich an keine Verkehrsregel zu halten, dagegen nahezu perfekt und brachte uns (nicht sicher aber immerhin) zum richtigen Hotel. Erste Lektion in Albanien: Nicht immer hat der Reiseführer recht! Aber immer öfter als wir, wie sich noch herausstellen wird…

Ankunft im Hotel

Die Ankunft im Hotel ließ dann alle Anspannung der Reise von uns abfallen. Nachdem wir ein sehr schöne Zimmer bezogen haben, ging es erst mal Geld wechseln (wir hatten den Tipp bei Western Union zu wechseln). Unser Kurs war recht gut mit 1€ = 139 Lek.

Wir fanden ein Fastfoodladen, welcher verdächtig an McDonalds erinnerte (zumindest das Logo). Wir bestellten zwei große Menüs für umgerechnet 8€. Wir waren erstmal zufrieden, weil satt.

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Nach einem kleinen Mittagsschlaf ging es dann noch mal raus, sich umschauen. Eine Bar war schneller gefunden als gedacht und so saßen wir schnell in einem mediterranen Biergarten und bestellten albanische Spezialitäten. Der Mut reichte für Paprika mit Ricotta und Käse überbacken und Hühnchen in pikanter Gemüsesoße, serviert in alten Tontöpfen mit geröstetem Brot. Das Nieren-, Herz-, Magengericht war uns für den ersten Abend doch zu krass. Das Essen schmeckte köstlich und auch das Bier war gut und günstig.
Bei dem anschließenden Abendspaziergang zum Gemüse- und Obsthändler fiel ständig der Strom aus. Es wurde dunkler und die Ampeln funktionierten nicht, was die wilde Automeute nur noch zu mehr hupen veranlasste. Komischerweise verursachte der Stromausfall aber nicht noch mehr Chaos. Jeder wusste weiterhin, wie er fahren muss.

Die letzte Lektion des Abends war, dass sich die Albaner in Sachen Eis noch viel bei den Italienern abschauen müssen. Es schmeckte einfach nur süß, aber kalt war es 🙂

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Eckdaten zur Unterkunft:

Name:Living Boutique Hotel
Adresse:Rruga George W. Bush 8, Tiranë, 1001, Albanien
Telefon: +355692199848
Beschreibung:Doppelbettzimer mit geschützem W-Lan, sauber und gepflegt für 60€. Leider empfingen wir an schönen Flatscreen nur albanische Programme – egal wir schliefen eh sofort ein. Super Lage, nette Leute.
Buchen:jetzt buchen

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