Und los nach

Albanien, Dänemark

Kategorie: Saranda

Lekursi Castle (Lëkurësi Castle)

Knappe zwei Stunden Fußmarsch von unserem Hotel entfernt lag eine alte Burg über den Dächern von Saranda. Der schweißtreibende Aufstieg hat sich auch spätnachmittags noch gelohnt…

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Bademöglichkeiten in Saranda

Entlang der Strandprommenade fanden sich in Saranda trotz der Nebensaison viele schöne Möglichkeiten, in der Sonne zu liegen und im Ionischen Meer zu schwimmen. Für Oktober erwischten wir zwischendurch richtig warme Sommertage. Wir hatten die Auswahl zwischen Kiesstrand oder Terrassen mit Liegen unter Sonnenschirmen. Die Sonnenplätze waren zwar an Hotels angebunden, aber es war kein Problem, sie öffentlich zu begehen. An einem besonders schönen Platz blieben wir einen ganzen Nachmittag. Hier konnte man über einen Holzsteg bequem ins Meer gelangen. Zudem hatte die Strandbar mit großer Auswahl an Getränken noch geöffnet, in der lustigerweise auch das Bett für den Barkeeper stand.

Auf der Suche nach diesen schönen Orten und Bademöglichkeiten wurde uns umso mehr bewusst, wie touristisch Saranda tatsächlich ausgelegt war. Hotels und Appartments reihten sich aneinander ohne wirklich genutzt zu werden. Hier wurde deutlich, dass Albanien sich für den Massentourismus vorbereitet. Wir bleiben gespannt….

Cocktailbar am Strand. Hafen von Saranda Sonnenterrasse mit direktem Steg ins Wasser Luxusplatz am verlassenen Hotel Liege mit bester Aussicht Rieke kann schwimmen!

 

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Syri i Kalter – Das „Blaue Auge“ Albaniens

Eine der schönsten Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Saranda ist die rund 20 Kilometer entfernte Quelle Syri i Kalter (blaues Auge – engl. Blue Eye).

Um halb neun morgens machten wir uns nach einem leckeren Frühstück (in den 30€/Nacht im Doppelzimmer inklusive) auf den Weg nach Syri i Kalter. Die Bus-Suche war doch ein wenig schwieriger als gedacht, da wir nicht wussten, dass die Busse in Richtung Tirana an der Quelle hielten. Wir sprachen einige Busfahrer an und einer winkte – wir stiegen ein. Zudem halfen wir noch einer fünfköpfigen Familie (die Kinder waren noch total klein – mutig!) aus England den richtigen Bus nach Tirana zu nehmen. Sie verstanden auf Grund des starken albanischen Akzentes den Busfahrer auf Englisch nicht – mit unserem Schulenglisch und unserer erprobten Zeichensprache konnten wir hier erfolgreich dolmetschen.

Nach 30 Minuten Fahrt ins Hinterland ließ uns der Bus an der Straße raus und kassierte 400 Leck (2,80 €) für uns beide.

Hier starteten wir

Ein Schild wies uns den Weg und wir hatten gute zwei Kilometer Berganstieg vor uns. Leicht verschwitzt (es war total schönes Wetter), erreichten wir die Quelle. Das Wasser des Baches, welcher von der Quelle gespeist wurde, hatte dank des Kalksteinbodens eine wunderschöne hellblau-türkise Farbe. Wir hatten vorher gelesen, dass das Quellwasser konstant 12°C misst. Erst als wir knietief im Wasser standen, spürten wir, wie eiskalt 12 °C sein können. Uns tat die Kälte richtig weh!

Ey ist das Wasser kalt. Schnell raus hierAuf geht's!Blick auf die Terasse der Bar

Nach einer Erfrischung durch eiskaltes Quellwasser und ein Heineken ging es wieder Richtung Straße. Auf dem Weg mutmaßten wir, ob uns die zwei Deutschen, die wir an der Quelle getroffen hatten, wohl in Ihrem Mietwagen mit zurück nach Saranda nehmen würden. Wir wetteten beide, dass sie uns an der Straße stehen lassen würden… Unsere Theorie wurde weder bestätigt noch widerlegt, da uns nach keinen fünf Minuten Warten ein überfüllter Minibus mit nach Saranda nahm. Wir quetschten uns mit 13 Leuten in einen Neun-Stitzer –  Platz ist also auch im kleinsten Minibus. Auch jetzt durchfuhren wir wieder eine Polizeikontrolle – ohne angehalten zu werden.

IMG_9021Die über 50 Meter tiefe Quelle - Blue EyeDie Idylle der Quelle

Saranda – Wir kommen!

Nach zwei Nächten in Vlora machten wir uns morgens um 8 Uhr auf den Weg nach Saranda. Das bedeutete, dass wir auscheckten und uns mit unserem Gepäck an die Straße stellten und warteten… Wir hatten schon Angst, dass wir bis mittags dort stehen, da auch im Hotel niemand genaue Angaben zu den Busabfahrtszeiten machen konnte. Zum Glück kam schon nach einer knappen halben Stunde ein Minibus, der uns zunächst mit nach Himara (ca. 60 km Richtung Süden) nehmen konnte. Die Fahrt ging  über Serpentinen hoch ins Gebirge – deswegen verkehren hier auch nur Minibusse. Ein normaler Bus käme die steilen, schlecht asphaltierten, schmalen Straßen wahrscheinlich gar nicht hoch und wieder runter. Der Ausblick von den hohen Gebirgslandschaften runter auf das Meer war wunderschön und beeindruckend – auf Fotos leider kaum festzuhalten. Zudem schien die Sonne und auch hier lief wieder gute Unterhaltungsmusik – endlich mal albanische… Leider konnten wir uns auch jetzt nicht mit den freundlichen Einheimischen unterhalten, obgleich sie uns auch nur mit ihren Gesten sehr willkommen hießen. Zum Glück gehörte der Satz „Ich verstehe nicht“ neben „Guten Tag!“ ,“Was kostet?“, „Wann?“ „Ja und Nein“ usw. zu unseren paar Brocken albanisch.

In Himara angekommen, warteten wir eine knappe Stunde auf die Weiterfahrt nach Saranda, die wir mit Kaffee, Eistee und Toilette gut überbrückten. Auch hier wurde uns mit Gesten, Händen und Füßen geholfen, sodass wir den „Anschlussbus“ bekamen.

Aussicht auf die Adria wärend der BusfahrtSerpentienen hoch auf den Berg

Kurz vor Saranda geriet unser Bus dann noch in eine Polizeikontrolle. Die vorherigen Kontrollen (ca. alle 30 km) schien der Bufahrer durch Hupen und freundliches Winken zu umgehen. Der Polizist schaute einmal in den kleinen, in Deutschland durch den TÜV ausgemusterten Bus und fragte uns, woher wir kämen. Die zarghafte Antwort „Germany“ beruhigte den Polizisten und er verließ freundlich lächelnd den Bus und ließ uns weiterfahren.

"Bienenfarm" im Olivenhain

In Saranda angekommen

Nach insgesamt fünf Stunden Reisezeit kamen wir in Saranda an. Ein schönes Hotel direkt an der Strandpromenade war schneller gefunden, als gedacht und hier schien die Sonne so warm, dass wir direkt nach dem Eincheckten in das Ionische Meer sprangen. Am Ende des Horizontes blickte man dirket auf die Insel Korfu, die auch mit Katamaran oder Fähre bereist werden könnte. Shorts und T-Shirt konnten wir bis spätabends anlassen – die Temperaturen waren für Anfang Oktober sehr sommerlich und angenehm. Zum Glück haben wir jeder drei Pullis, Regenjacke und lange Hosen mitgeschleppt…

Während eines Streifzuges in die hinteren Gassen von Saranda trafen wir am Meer einen Mann (George), der Oktopusse fing. Zum Glück hat er keinen gefangen – Rike wäre in Ohnmacht gefallen, wenn er den Tintenfisch mit seinem Knüppel getötet hätte. Der Köder war eine Hühnerkralle. Auch mit Sprachbarriere verstanden wir uns prächtig. Er zeigte ständig auf sein Bein und dann eine Acht. Merlin dachte erst, er solle sich eine neue Hose für 8 Lek kaufen. Er erklärte uns zudem sehr anschaulich (mit Hand und Fuß und wild aufgerissenen Augen), wie der Tintenfisch sich die Hühnerkralle schnappen sollte. Leider bleib er erfolglos…

Auf dem Rückweg aßen wir Crepes auf albanisch – jeder konnte selbst entscheiden, wie er gefüllt werden sollte. Thunfisch, Ham, Salami, Käse, Oliven, Mais, Tomaten usw. Köstlich und verfeinert mit einer eiskalten Lemon-Soda aus Italien.

Blick vom Balkon auf das Ionische Meer Saranda Hafen im Sonnenuntergang IMG_8964 Wofür die Ruinen gut sind... George und die Oktopusse

 

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